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2026-09-24

Das sind Hamburgs "Blühende Schulen 2026"

Foto: Schule Marschweg
Foto: Schule Marschweg

Einmal den Boden unter den Füßen genauer unter die Lupe nehmen: 25 Hamburger Schulen haben sich in diesem Jahr auf eine Entdeckungsreise unter die Oberfläche begeben. Unter dem Motto „Zukunft beginnt am Boden“ erforschten sie Böden und Bodenlebewesen, führten Experimente durch und setzten eigene Ideen für mehr biologische Vielfalt auf ihren Schulgeländen um.

Bei der heutigen Preisverleihung im Hamburg-Haus in Eimsbüttel wurden mehrere Schulen für ihr Engagement ausgezeichnet. Neben Geld- und Sachpreisen gab es für die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm rund um Natur- und Artenschutz. Der Wettbewerb wird von der Loki Schmidt Stiftung gemeinsam mit der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung sowie der Peter-Mählmann-Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung, der HOMANN-Stiftung, der Gabriele Fink Stiftung und HPM Die Handwerksgruppe ausgerichtet.

Was liegt eigentlich unter unseren Füßen? Dieser Frage gingen die 25 Schulen auf ganz unterschiedliche Weise nach. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten die Böden auf ihren Schulgeländen, führten Versickerungsexperimente durch und beschäftigten sich damit, welche Pflanzen und Tiere an verschiedenen Standorten vorkommen. Unter Titeln wie „Vom Asphalt in die Natur“, „Mission Blühflächen“ oder „Bibliotheksgarten“ entstanden dabei ganz unterschiedliche Forschungs- und Umgestaltungsprojekte.

Viele Teams beließen es nicht beim Forschen: Sie legten Hochbeete an, entsiegelten Flächen oder schufen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Dabei lernten sie, dass ökologisch wertvolle Böden nicht immer reich an Nährstoffen sein müssen. Gerade sandige, steinige oder nährstoffarme Böden können Lebensraum für eine erstaunliche Vielfalt sein.

Neben den zehn Hauptpreisen verlieh die Jury zusätzlich drei Sonderpreise, mit welchem das besondere Engagement der Schülerinnen und Schüler gefördert wird.

Esther Timm Projektleiterin „Wettbewerb Blühende Schulen“, Loki Schmidt Stiftung

„Die diesjährigen Projekte zeigen, wieviel Zukunft in einem Schulhof stecken kann. Die Schülerinnen und Schüler haben den Boden als wichtigen Lebensraum entdeckt und erforscht, welche Bedingungen Pflanzen und Tiere dort brauchen. Daraus sind ganz konkrete Projekte entstanden: sie haben Flächen entsiegelt, Böden abgemagert, Blühwiesen angelegt und vielfältige Strukturen geschaffen. Besonders schön finde ich, dass sich aus dem Motto ‚Zukunft beginnt am Boden‘ so viele unterschiedliche Ideen entwickelt haben. Die zehn ausgezeichneten Schulen zeigen auf ihre ganz eigene Weise, wie Naturschutz mitten im Schulalltag beginnen kann. Das macht Mut und Lust auf mehr.“

 
 

Die zehn Gewinnerschulen sind:

  • STS Oldenfelde: »Unter unseren Füßen – die Erde, die uns trägt - Manifest«
  • STS Bergstedt: »Bibliotheksgarten«
  • Stadtteilschule Bergedorf: »Neugestaltung eines Innenhofs«
  • Otto-Hahn-Schule: »Friesenwall mit Hochbeet«
  • Gyula Trebitsch Schule Tonndorf: »Vom Asphalt in die Natur«
  • Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium: »Emilie im Grünen«
  • Wilhelm Gymnasium: »Naturgarten AG «
  • Berufliche Schule Holz, Farbe, Textil: »Abpflastern des Schulhofes und Nutzung eines Färbergartens«
  • Grundschule Ballerstaedtweg: »Vielfältiger Boden – vielfältiges Leben«
  • Grundschule Marschweg: »Erdreich erkunden - Was befindet sich unter unseren Füßen?«

Die Sonderpreise gehen an:

  • ReBBZ Bergedorf: »Wachstum begleiten-Natur spüren-Verantwortung erkennen«
  • Berufliche Schule Anckelmannstr. (BS01): »Auferstanden aus Ruinen: Borgfelde blüht auf«
  • Schule beim Pachthof: »Die geheime Welt unter den Füßen«
 

Die Gewinnerteams erhalten Geldpreise von der Peter-Mählmann-Stiftung sowie Sachpreise von Hochbeet Hamburg, der Gärtnerei Piepereit und HPM.

Beim anschließenden Fest der „Blühenden Schulen“ boten zahlreiche Mitmachaktionen Gelegenheit, sich über Natur- und Umweltschutz zu informieren und vieles gleich auszuprobieren. Mit dabei waren unter anderem: Bücherhalle Eimsbüttel, BUND, Nutzmüll e.V., 105 Viertel, Moin Stadtnatur, Was Tun! Hamburger Wandergarten. Für die musikalische Begleitung sorgte die Schulband der Julius-Leber-Schule.


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Der Hamburger Wettbewerb Blühende Schulen wird von der Loki Schmidt Stiftung gemeinsam mit Förderpartner*innen ausgerichtet. Er motiviert Schulen, ihr Gelände Schritt für Schritt und unter aktiver Beteiligung der Schüler*innen naturnah umzugestalten. So entstehen grüne Lernorte, die die biologische Vielfalt fördern und gleichzeitig einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Kinder und Jugendliche erleben Natur unmittelbar in ihrem Schulalltag und erwerben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung Gestaltungskompetenz, Selbstwirksamkeit und Umweltbewusstsein. Der Wettbewerb richtet sich ausdrücklich an alle Schulformen und Bezirke Hamburgs und setzt damit ein Zeichen für Chancengerechtigkeit.