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Spendenaufruf

2026-09-11

Das Kuhstedter Moor braucht Ihre Unterstützung!

Nördlich von Bremen, im Landkreis Rotenburg, liegt das beschauliche Dorf Kuhstedtermoor. Von hier aus führt ein schmaler Schotterweg direkt ins gleichnamige Moor, wo wir 29 Hektar besitzen. Die Flächen sind stark entwässert, wir setzen uns für die Renaturierung ein. Bitte helfen Sie uns dabei mit einer Spende!­

Das Kuhstedter Moor ist Teil eines 17 km² großen Moorkomplexes am Rande des Teufelsmoors, dem mit etwa 360 km² größten Moorgebiet Norddeutschlands. Hier wurden uns 2024 mehrere Grundstücke vererbt. Die Flächen wurden lange genutzt: Bis 2008 züchtete hier ein Landwirt Hochlandrinder. Kilometerlange Stacheldrahtzäune wurden gezogen, Ställe gebaut und Weideflächen eingerichtet. Nach Aufgabe der Viehzucht lagen sie 16 Jahre brach.

Eine erste naturschutzfachliche Bestandserfassung durch Art- und Biotopkartierungen zeigte, wie wertvoll das Gebiet trotz seiner langen Nutzung ist. In dem kleinräumigen Mosaik aus Wald- und Offenlandbiotopen wurden bislang mehr als 130 Pflanzenarten dokumentiert. Obwohl die Flächen stark entwässert sind, haben sich feuchtigkeitsliebende Arten wie Gagelstrauch, Sumpfblutauge und Sumpfhaarstrang erhalten. Auch Kreuzotter und Sumpfohreule wurden bereits beobachtet.

Damit die offenen Moor- und Feuchtlebensräume erhalten bleiben, haben wir eine extensive Beweidung mit Heckrindern eingerichtet. Durch Fraß und Tritt entsteht ein vielfältiges Mosaik aus kurzrasigen Bereichen, höherer Vegetation, offenen Bodenstellen und einzelnen Gehölzen. Davon profitieren zahlreiche lichtliebende Pflanzen- und Tierarten wie Wollgras, Kuckucks-Lichtnelke und Moorfrosch.

Langfristig wollen wir den Wasserhaushalt des Moores verbessern. Die Beweidung ersetzt dabei nicht die notwendige Wiedervernässung. Durch den Verschluss von Entwässerungsgräben und die gezielte Entnahme von Birken soll der Wasserstand angehoben werden. Trotz des früheren Torfabbaus und der jahrzehntelangen Entwässerung sind auf den Stiftungsflächen noch Torfmächtigkeiten von 1,5 bis 4 Metern vorhanden. Durch die Anhebung des Wasserstands soll dieser wertvolle Torfkörper erhalten und zugleich Lebensraum für moortypische Arten wiederhergestellt werden. Bevor diese Maßnahmen umgesetzt werden können, müssen allerdings noch Spuren der früheren Nutzung beseitigt werden. Im Winter 2025 / 26 wurde bereits ein Teil des Stacheldrahts entfernt. Insgesamt sind mehr als vier Kilometer Zaun erfasst, vielerorts von Vegetation überwachsen. Hinzu kommen mehrere alte, teilweise einsturzgefährdete Rinderställe.

Gleichzeitig möchten wir weitere angrenzende Flächen für den Naturschutz erworben. So entsteht Stück für Stück ein zusammenhängender Lebensraum – und aus einem lange genutzten und entwässerten Moor wird wieder ein lebendiger Ort für seltene Pflanzen und Tiere.

Mit einer Spende können Sie uns bei dieser wichtigen Arbeit unterstützen. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Hilfe!