Das Stiftungsland wächst weiter: Mit einem kleinen Waldstück bei Schalkau in Thüringen, das uns von einer Erbengemeinschaft geschenkt worden ist, sind wir nun in 12 Bundesländern aktiv, schaffen und sichern wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Pilze und Tiere.
Auch in Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern konnten wir weitere Flächen, darunter Moore und Auwald-Entwicklungsflächen, erwerben. Im Rambower Moor in Brandenburg, einem der schönsten Durchströmungsmoore Deutschlands, haben wir 12 Hektar wertvolle Moorflächen gekauft. Artenreiches, feuchtes Grünland mit Breitblättrigem Knabenkraut (Foto), Wiesenraute und Sumpf-Dotterblume zeichnen das Gebiet aus. Auch eine große Moorfroschpopulation ist hier noch zu finden, zudem ist das Rambower Moor auch ein bedeutender Rast- und Schlafplatz für Kraniche.
Unser Stiftungsland umfasst jetzt 341 Hektar. Weitere Grundstücke haben wir gepachtet oder werden von uns betreut. Hier geht es ins Stiftungsland
Viel Stiftungsland bedeutet auch viel Arbeit für unser Flächenmanagement-Team. Neben der Kartierung der Flächen und der Erstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen koordinierten sie in diesem Jahr mehr als 50 Arbeitseinsätze: Kleingewässer anlegen, Gräben freistellen, mähen, entkusseln, Bäume pflanzen und leider immer wieder: Müll sammeln. Unser herzliches Dankeschön geht an alle Ehrenamtlichen, die sie dabei unterstützt haben.
Fachtagungen, Vorträge, Exkursionen und Führungen: 2025 stand ganz im Zeichen des Sumpf-Blutauges (Comarum palustre). Mit der blutroten Schönheit aus dem Moor machten wir auf den dringend benötigten Schutz der Moore aufmerksam. Moorflächen zu renaturieren ist ein langwieriger Prozess, deswegen setzen wir unser Engagement fort und freuen uns über jede Spende, die unsere Arbeit unterstützt.
Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Sparda-Bank Hamburg gingen wir im Mai 2025 noch einen Schritt weiter und riefen mit der gemeinsamen Initiative zum Blutspenden und zum Spenden für den Moorschutz auf. Das Ergebnis übertraf unsere Erwartungen: 18.466 Blutspenden wurden bis Ende November 2025 gegeben. Mehr zur Aktion
Auf Instagram und Facebook starteten wir gemeinsam mit der Vertical Stiftung den "Moormontag", eine Serie, in der wir ein Jahr lang über „Nasse Fakten“, „Moor-Geschichten“, „Moor-Fragen“ und Tier- und Pflanzenarten, die im Moor leben, informierten. Mit großem Erfolg: Die Serie erreichte auf beiden Kanälen tausende Menschen und erhielt viel positive Resonanz.
Im Frühjahr 2025 ist unsere Geschäftsstelle vom Hamburger Stadtteil St. Georg in die HafenCity umgezogen. Ein großer Schritt, denn hier wollen wir im März 2026 eine Natur-Erlebnisausstellung eröffnen. Sie soll vor allem Kindern Natur nahebringen, kostenfrei und auf Augenhöhe. Für die Realisierung einzelner Objekte sind wir auf Spenden angewiesen. Hier erhalten Sie erste Einblicke in die Ausstellung
In Hamburg begleiten wir mit dem Projekt "Moin Biber" die Rückkehr des größten heimischen Nagetieres. 15 Reviere mit etwa 60 Tieren gibt es in der Hansestadt bisher. Bei Führungen und Kanutouren kann man sie gemeinsam mit uns erkunden, das Veranstaltungsprogramm wird im Januar 2026 veröffentlicht.
Ein Kinderbuch informiert mit zahlreichen Illustrationen über das Leben des Bibers, erzählt aus der Sicht eines Biberjungtiers. "Frida und das merkwürdige Wasser" erschien 2025 in einer überarbeiteten Fassung. Das 20-seitige Buch wurde unter anderem auf der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse vorgestellt und kann bei uns kostenfrei bestellt werden.
Biber on-Air: "Moin Biber - der Podcast rund um Hamburgs Biberburgen" informiert immer am 1. Sonntag im Monat über Neuigkeiten rund um den Biber, zu hören auf Spotify und Soundcloud. Hier geht's zur Folgenübersicht.
Mehr als 1.300 Hamburger Privathaushalte haben das kostenfreie Beratungsangebot von MOIN STADTNATUR genutzt und sich praktische Tipps für die naturnahe Gestaltung ihres Balkons oder Gartens geben lassen. Auch Schulen und Vereine haben sich beraten lassen. So entsteht nach und nach über ganz Hamburg verteilt ein weitverzweigtes Netz an Rückzugsorten für Pflanzen und Tiere. Wir sagen "Danke" für dieses anhaltend große Interesse.
Und damit nicht genug: MOIN STADTNATUR wurde im Sommer 2025 als Beispiel guter Praxis in den Werkzeugkasten Stadtnatur auf der Website des Bundesamtes für Naturschutzes geführt. Im Dezember 2025 folgte nun die nächste Würdigung: MOIN STADTNATUR wurde als eines von zehn Projekten beim UN-Dekade Wettbewerb zum Thema „Stadtnatur“ in der Kategorie "Aktivierung" ausgezeichnet.
Mehr als 45.000 Personen haben uns 2025 bei Führungen begleitet, Vorträge gehört, an Workshops teilgenommen, das Boberger Dünenhaus, das Fischbeker Heidehaus, den Langen Tag der StadtNatur oder das Asphaltsprenger Festival besucht.