Die Kinder der Schule Surenland in Farmsen setzen mit der Pflanzung einer Sal-Weide auf ihrem Schulhof ein Zeichen für die Förderung der Artenvielfalt in der Stadt. Es war bereits die 180. Sal-Weide, die die Loki Schmidt Stiftung im Rahmen des Projekts „Pflanz eine kleine Welt – die Sal-Weide“ mit Unterstützung der Budnianer Hilfe gepflanzt hat. Ziel der Aktion ist es, Hamburgs Kita- und Schulgelände arten- und blütenreicher zu gestalten sowie einen Ort zu schaffen, an welchem Kinder Natur kennenlernen, beobachten und erleben können. Interessierte Kitas und Schulen können sich für die nächste Pflanzsaison bewerben.
Voller Vorfreude trugen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2B der Schule Surenland die zweijährige Sal-Weide in den Schulgarten. Dort setzten sie den Topf vorsichtig ab, stellten sich dicht gedrängt im Halbkreis um den jungen Baum und schauten neugierig zu Esther Timm (Projektleiterin „Pflanz eine kleine Welt – die Sal-Weide“, Loki Schmidt Stiftung). Die Naturpädagogin hatte bereits kleine Schaufeln bereitgelegt. Gleich würde es losgehen – und die 15 Kinder ließen es sich natürlich nicht nehmen, bei der Pflanzung ihrer Sal-Weide kräftig mitzuhelfen. Zunächst gruben sie gemeinsam das Pflanzloch aus, in das die Sal-Weide langsam hineingesetzt wurde. Dann bedeckten sie den Wurzelballen mit Erde, klopften sie fest und legten dabei einen Gießring an. „Dieser sorgt dafür, dass das Gießwasser langsam in der Erde versickert und nicht oberflächlich abläuft“, erklärte Esther Timm der Klasse und fragte anschließend: „Was braucht der Baum noch, um wachsen zu können? Was wünscht ihr ihm für die Zukunft?“ „Sonne“, „Genug Nährstoffe“, „Ein langes Leben“, „Viele Tiere“, riefen die 7-Jährigen schnell. Diese Wünsche wurden auf leuchtend-gelben Papierschmetterlingen festgehalten, die die Kinder behutsam an die Zweige hängten.
Ob sich auch bald echte Schmetterlinge an der Sal-Weide beobachten lassen? „Um die Kinder über das Pflanzfest hinaus zum Forschen und Entdecken anzuregen, bekommen die Klassen von uns ein Begleitheft. Dieses enthält nicht nur Informationen zur richtigen Pflege des Baumes, sondern vor allem Tipps für Beobachtungsprojekte, Spiele und Aktivitäten rund um die Sal-Weide, mit denen die Kinder den Baum durch alle Jahreszeiten begleiten können“, so Esther Timm. Die Klasse 2B der Schule Surenland kann es nun kaum erwarten, die Sal-Weide den anderen Kindern zu zeigen und zu beobachten, wie der Baum wachsen und zum Lebensraum für Tiere werden wird.
Denn die Sal-Weide ist ein wahres Multitalent: Sie produziert nicht nur Sauerstoff und bindet Kohlenstoff, sondern schafft auch einen ganzen Lebensraum, einen wahren Kosmos für viele Insekten und andere Tiere. Schon im Frühling bietet sie mit ihren Blütenständen, den Weidenkätzchen, eine erste Nahrung für Bienen und Hummeln. Insgesamt 213 Arten, vom Zitronenfalter über Gartenrotschwanz bis zum Siebenschläfer, finden an der Sal-Weide Nahrung und Unterschlupf. Außerdem reinigt der Baum die Luft, sorgt für ein angenehmes Mikroklima und verschönert den Schulhof bzw. das Kita-Gelände. Das Projekt „Pflanz eine kleine Welt – die Sal-Weide“ fördert zudem die Verbindung der Kinder zur Natur in ihrer direkten Umgebung sowie ihre Artenkenntnis.
Die Loki Schmidt Stiftung und der Budnianer Hilfe e.V. haben seit 2023 bereits 180 Sal-Weiden auf Hamburger Kita- und Schulgeländen gepflanzt, eine für jede Budni-Filiale in Hamburg und der Metropolregion.
Interessierte Kitas und Schulen in Hamburg können sich hier für die Pflanzungen bewerben. Die nächste Pflanzsaison wird, je nach Wetterlage, voraussichtlich Ende September 2026 beginnen.
Die Loki Schmidt Stiftung kauft, gestaltet und pflegt seit mehr als 40 Jahren Grundstücke für den Naturschutz, damit selten gewordene Pflanzen und Tiere dort überleben können. Mit ihrer Umweltbildung trägt die Stiftung dazu bei, dass möglichst viele Menschen, besonders Kinder und Jugendliche, die Natur kennenlernen und erleben können.
Der Budnianer Hilfe e.V. engagiert sich für Projekte und Einrichtungen, die junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden begleiten, ihnen helfen, sich selbst zu entdecken, die Welt zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Neben der Fördertätigkeit ist der Verein auch Impulsgeber für die Stadtgesellschaft, verbindet Menschen und Institutionen miteinander und arbeitet gemeinsam daran, nachhaltige Veränderungen zu bewirken.