Unser Freundeskreis

helfen Sie uns dabei, die Natur zu bewahren.

Müllsammelaktion und Infotag

des Boberger Naturschutzdienstes
im Boberger Dünenhaus
am So. 20.10 ab 10 Uhr

Mit Loki in die Welt

Erleben Sie bis zum 21.10. die Wanderausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte!

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HeideHilfe Hamburg

Aufwertung und Untersuchung von Heidestandorten und ihrer Pflege in Hamburg

Projektziel

Anlässlich der Wahl der Gewöhnlichen Besenheide (Calluna vulgaris) zur Blume des Jahres 2019 möchte die Loki Schmidt Stiftung auf die Bedrohungen der Heidelandschaften des Binnenlands und ihrer Lebewesen aufmerksam machen und mit praktischen Maßnahmen zur Erhaltung, weiteren Entwicklung und Vernetzung der verbliebenen Standorte beitragen. Durch diverse Maßnahmeneinsätze auf Heideflächen in und außerhalb der Naturschutzgebiete mit Schulklassen und Ehrenamtlichen sowie einer Citizen Science Meldeaktion für die Besenheide möchten wir sowohl direkt etwas in den Flächen, als auch nachhaltig in den Köpfen bewegen. Das Ergebnis des Projektjahres soll sein, dass möglichst viele Heideflächen in und um Hamburg weiter aufgewertet wurden und eine höhere Lebensraum- und Strukturvielfalt aufweisen.

Hintergrund

Heidelandschaften im Binnenland, besonders in den Ballungsräumen sind aktuell größeren Herausforderungen ausgesetzt denn je. Siedlungsdruck und übermäßige Naherholungsnutzung nehmen immer weiter zu, störungsfreie Rückzugsräume für Zauneidechse, Kreuzkröte und Feldlerche sind kaum mehr vorhanden. Die Eutrophierung in diesen Gebieten wird ebenfalls stärker (nicht zuletzt durch die atmosphärische Stickstoffdeposition). Konkurrenzschwache, an extreme Bedingungen angepasste Arten haben nur noch sehr vereinzelt eine Chance, wenn diese Extremstandorte weiter ruderalisieren und konkurrenzstärkere Arten zunehmen.

Großflächige, einheitliche Nutzungskonzepte fördern einerseits zwar großflächige Blütenmeere der Besenheide (Calluna vulgaris), sie verhindern aber eine wertvolle Kleinstrukturierung durch unterschiedlich gealterte Bestände. Des Weiteren liegen die wenigen, verbliebenen Trockenlebensräume sehr weit voneinander getrennt. Eine Vernetzung, ein Biotopverbund ist kaum gewährleistet. In der Vergangenheit sind viele der Heidestandorte Hamburgs bereits unter Schutz gestellt worden und weisen für viele Arten stabile Bestände auf. Dennoch finden sich weiterhin fast alle lebensraumtypischen Tier- und Pflanzenarten auf der Roten Liste Hamburgs, bzw. in einigen Fällen auch der Roten Liste Deutschlands.

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