Die Blume des Jahres 2018

Der Langblättrige Ehrenpreis - für eine lebendige Flussaue

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Georgien...

...und seine Vogelwelt
ein Vortag von Axel Jahn
20.01.2018
17 Uhr
Boberger Dünenhaus

Aktuelles

Ehepaar Elke und Dieter Nitz bei der Preisverleihung

Überreichung der "Silberpflanze" und des Loki Schmidt Sonderpreises "Grünes Hamburg"

Hamburg, 01.11.2017, 18h: Umweltsenator Jens Kerstan hat heute gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Loki Schmidt Stiftung, Jens Ohde vorbildhafte Naturschutz-Projekte mit der Loki-Schmidt-Silberpflanze ausgezeichnet.Gemeinsam mit Lars Haider, Chefredakteur Hamburg Abendblatt zeichnete der Hamburger Umweltsenator erstmals privates Engagement daheim mit demLoki-Schmidt-Sonderpreis-Grünes Hamburg aus.

Die Loki Schmidt Silberpflanze wird seit 1977 nur alle drei bis vier Jahre an Personen und Gruppen vergeben, die sich um den Schutz von gefährdeten Pflanzen, Tieren und Lebensräumen ganz besonders verdient gemacht haben. Die Silberpflanze gilt als eine der ältesten bundesdeutschen Naturschutz-Auszeichnungen und genießt - obwohl kein Preisgeld ausgelobt wird - ein sehr hohes Renommee.


„Es sind wunderbare Projekte, die jetzt zu Recht mit der Silberpflanze ausgezeichnet werden. Geehrt werden Menschen, die sich mit viel Arbeit, viel Herzblut und noch mehr Zeit, für ihre, für unsere Umwelt stark gemacht haben. Ihr Einsatz verdient unseren größten Respekt.“


Jens Kerstan, Hamburger Umweltsenator

„Wir können diesen Menschen für ihre Leistung gar nicht genug Respekt zeigen. Unsere Auszeichnungen soll Danke sagen und Mut machen, sich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen einzusetzen.“

Axel Jahn, Geschäftsführer Loki Schmidt Stiftung

Die Namen der Preisträger lauten: Dr. Stefan Meyer, Elke und Dieter Nitz, Dr. Hans-Helmut Poppendiek und Detlef Hack. Weitere Informationen zu den beispielhaften Projekten und den Naturschützern finden Sie hier.


Ergänzt wurde der Abend durch die erstmalige Verleihung des Loki-Schmidt-Sonderpreises -Grünes Hamburg der Loki Schmidt Stiftung und des Hamburger Abendblattes. Aus mehr als einhundert Einsendungen vergab die Jury letztlich zwei erste Preise.


"In Zeiten, in denen in Hamburg über Verdichtung diskutiert wird, ist es uns wichtig, auch ein Zeichen für das Grün in der Stadt zu setzen."

Lars Haider, Chefredakteur Hamburger Abendblatt

Ausgezeichnet wurden Sigrid und Klaus Curth für ihr Projekt: „Gemeinsam Gärtnern im Park“. Die beiden Wandsbeker möchten, dass sich Menschen für öffentliche Parkanlagen engagieren,.

Den zweiten ersten Platz belegte Maike Andersson, deren 1000m² großer Garten nicht pflegeleicht, aber dafür umso erlebnisreicher gestaltet ist und eine symbiotische Aufteilung variantenreicher Lebensräume vom Gründach bis zur Wildblumenwiese, bietet.

Die Preisverleihung in der Bucerius Law School wurde unterstützt von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Helmut und Loki Schmidt Stiftung. Der Abend wurde moderiert von John Langley.

Der Langblättrige Ehrenpreis wurde zur Blume des Jahres 2018 gekürt


Wo der Langblättrige Ehrenpreis (Veronica maritima) noch vorkommt, säumt er in einem leuchtenden blau-lila Band die sommerlichen Ufer unserer großen Flüsse. Dort lebt er zusammen mit unglaublich vielen anderen, hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten wie dem Braunkehlchen, der Rotbauchunke und dem Wiesen-Alant. Hier pulsiert das Leben. Doch der Mensch lässt den Flussauen immer weniger Raum. In Deutschland sind bereits 2/3 der ehemaligen Überschwemmungsgebiete verloren gegangen. Dabei sind sie auch für den Hochwasserschutz und als CO2-Speicher von großer Bedeutung. Flussauen verdienen einen besonderen Schutz.


Deshalb hat die Loki Schmidt Stiftung eine seltene Auenpflanze zur Blume des Jahres 2018 gekürt. Der Langblättrige Ehrenpreis ist mittlerweile in ganz Deutschland gefährdet und in Thüringen sogar bereits ausgestorben. Als sogenannte Stromtalpflanze findet seine Ausbreitung über das Wasser statt – das ist natürlich nur dort möglich, wo der Fluss nicht verbaut wurde und Raum hat, über die Ufer zu treten.


Die Blüten des Langblättrigen Ehrenpreises erfreuen sich bei zahlreichen Insekten großer Beliebtheit und dienen besonders in unserer blütenarmen Kulturlandschaft als wichtige Nahrungsquelle. Angesichts des jüngst in der Krefelder Studie nachgewiesenen Rückgangs der Fluginsekten bekommt der Schutz unserer Pflanzenwelt eine noch höhere Bedeutung. Jede Wildblume ist die Lebensgrundlage für zahlreiche Insekten.


Die mehrjährige Staude entwickelt sich mit ihren langen Blütenrispen zu einem echten Hingucker – auch für Balkon und Garten. Wer sich selbst und auch den Insekten etwas Gutes tun möchte, ist mit dem Langblättrigen Ehrenpreis bestens beraten. Auch in diesem Jahr können Samenpostkarten und der beliebte Kalender rund um die Blume des Jahres 2018 gegen eine Gebühr bei der Loki Schmidt Stiftung bestellt werden (unter blume@loki-schmidt-stiftung.de). Im kommenden Jahr wird die Stiftung Artenschutzprojekte und Führungen zur Blume des Jahres 2018 durchführen. Informieren Sie sich auf unserer Website und im Veranstaltungskalender.


Fotoausstellung und Vortrag zur Blume des Jahres 2017 - dem Klatschmohn

f & w fördern und wohnen Sachsenwaldau und die Loki Schmidt Stiftung laden ein am 21. Juli 2017 um 13:00 ins Cafe inTakt, Sachsenwaldau, Reinbek.

Im Frühjahr 2017 haben sich f & w fördern und wohnen Sachsenwaldau und die Loki Schmidt Stiftung eines besonderen Projekts angenommen: Die von der Loki Schmidt Stiftung jährlich nominierte Blume des Jahres wird in
Sachsenwaldau zum sinnlichen, naturkundlichen, ästhetischen und arbeitstherapeutischen Projekt. Mitarbeiter
der Stiftung brachten im Frühjahr auf Flächen in Sachsenwaldau die Saat des Klatschmohns aus. Nun, zur Blüte des
Klatschmohns, werfen die Fotoausstellung und der Vortrag von Paula Höpfner, Projektleiterin der Blume des Jahres
einen ästhetischen und naturkundlichen Blick auf die Blume des Jahres, die stellvertretend für alle von Artensterben bedrohten Ackerwildkräuter steht. In weiteren Schritten werden die Naturschutzarbeit der Stiftung und das
Klatschmohn-Projekt in die strukturierte Beschäftigung und Sozialraumorientierung von Sachsenwaldau integriert.

Hier geht es zur Einladung.

Die auszustellenden Bilder wurden mit selbst hergestellten Pflanzenfarben gemalt.

24.06 Hofführung mit anschließender Kunstaustellung im Cafe auf Hof Eggers

Am Samstag, den 24.06 findet von 14 - 16 Uhr eine Hofführung über den Hof Eggers statt. Dabei wird es um die ökologische Landwirtschaft und auch um die Blume des Jahres 2017 gehen - den Klatschmohn. Den glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass unser zweistündiges Programm nun durch eine Kunstaustellung im Hofcafe ab 15 Uhr ergänzt wurde. Angelika Gigauri aus Kulmbach (Bayern) ist freischaffende Künstlerin, Kunsterzieherin und Yogalehrerin. In ihrem eigenen Atelier bietet sie unter anderem verschiedene Mal- und Zeichenkurse an. Auch das Herstellen von Farben aus der Natur (z.B. aus den Blüten des Klatschmohns!) gehört zu ihren Spezialitäten.

Lernen Sie Frau Gigauri und Ihre Malereien am 24.06 bei der Hofführung mit Kunstaustellung kennen. Wir freuen uns auf Sie!

Kultursommer in NRW in Rommerskirchen - ganz im Zeichen des Klatschmohns

Herzliche Einladung: In Rommerskirchen steht der Kultursommer in diesem Jahr unter dem Thema Klatschmohn. Zahlreiche Künstler werden ihre Arbeiten in der Zeit vom 9.- 18. Juni in Reiters Scheunde in Rommerskirchen ausstellen. Also: Nichts wie auf nach Rommerskirchen zum Kultursommer! Hier gehts zum Flyer.

Das Boberger Dünenhaus: neuer Name und neue Ausstellung

Die neue Ausstellung im Boberger Dünenhaus ist eröffnet. Sie waren noch nicht persönlich vor Ort, um die spannenden Ausstellungsstücke zu bestaunen? Dann schauen Sie rein ins Hamburg Journal und machen sich einen ersten Eindruck. Lassen Sie sich einen Besuch trotzdem nicht entgehen. Das Boberger-Team freut sich auf Sie!

Loki Schmidt Stiftung: Spendenaktion für den Erhalt der heimischen Ackerwildpflanzen in Hamburg

Die „Blume des Jahres“ hat auf deutschen Äckern kaum noch Chancen – Hamburger Vollkornbäcker starten Spendenaktion


Die Loki Schmidt Stiftung und die Hamburger Bäckereien Springer und Effenberger setzten im Hamburger Rathaus gemeinsam mit Umweltsenator Jens Kerstan ein Zeichen für den Erhalt des roten Klatschmohnes. Beide Bäckereien unterstützen die Spendenaktion mit dem Verkauf besonderer Mohnbrote. Ziel ist es, unter der fachlichen Führung der Loki Schmidt Stiftung Geld zu sammeln, um an vielen geeigneten Stellen die auf Äckern und Feldern selten gewordene Pflanze wieder ansiedeln.

Die mehrmonatige Spendenaktion für Hamburger Ackerwildblumenprojekte wurde durch Umweltsenator Jens Kerstan, Weihbischof Jaschke und Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, im Hamburger Rathaus eröffnet. Zusammen mit dem Model Claudia Jakubowska und dem Gartenexperten John Langley wurden die Mohnbrote das erste Mal probiert. Das Brot begeisterte auch zufällige Rathausbesucher.


Für das wichtige Pflanzenprojekt kann auch direkt gespendet werden.

Das Spendenkonto der Stiftung Stichwort „Brot“IBAN DE37 2005 0550 1280 2292 28

Zudem kann eine Spendensammelbox auch bei der Loki Schmidt Stiftung direkt für Schulen, Firmen und Kantinen angefordert werden.


Ackerwildpflanzen-Projekte sollen beispielsweise auf Hof Eggers und Gut Wulksfelde entstehen. Dazu stellen innerstädtisch die öffentlichen Parks Planten un Blomen und Wilhelmsburger Inselpark geeignete Flächen zur Verfügung.

Hamburg ist stolz auf seine vielen Grünflächen und Naturschutzgebiete – trotzdem sind viele Pflanzen und die von ihnen abhängigen Insektenarten bedroht. Mit der Aktion Blume des Jahres stellt die Loki Schmidt Stiftung 2017 den Klatschmohn in den Mittelpunkt ihrer Kampagne zum Schutz bedrohter heimischer Wildpflanzen. Der Klatschmohn steht stellvertretend für viele andere Wildblumen unserer Getreideäcker, von denen einst bis zu 350 Arten im Ökosystem Acker lebten. Fast alle wurden inzwischen an den Rand des Aussterbens gedrängt.


Die Pressemeldung zu der Spendenaktion finden Sie hier.

Unser Projekt "Die Natur braucht Dich!" in der Reihe NaturNah im NDR


Schauen Sie sich den Beitrag auf der NDR-Mediathek an!


Die Natur braucht Dich! Hinter diesem Satz steckt die Aufforderung des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und der Loki Schmidt Stiftung an Hamburger Schüler und Lehrer, den Biologieunterricht mal nach draußen in die vielen Naturschutzgebiete der Großstadt zu verlegen.


Man kann nur schützen was man kennt, war ein Motto Loki Schmidts. Sie hatte selbst ein ganz kleines Moor hinter ihrem Haus in Hamburg Langenhorn. Moore waren für sie Naturschätze. Ihre Stiftung setzt sich darum für den Schutz dieser, aber auch anderer bedrohter Lebensräume ein. Doch würden die kleinflächigen Reste feuchter Wiesen, Moore und Heiden sich selbst überlassen, würden sie schnell von Bäumen und Büschen überwuchert. Die müssen also raus. Ebenso eingewanderte Exoten, die heimische Arten verdrängen. Und das "raus" ist harte Arbeit.


Paula und Frederik sind aktive und kundige Naturschützer der Stiftung. Sie führen zu allen Jahreszeiten Schulklassen zu Arbeitseinsätzen in die geschützten Gebiete, die man sonst nicht betreten dürfte. Eine einmalige Gelegenheit, die großen und kleinen Naturschätze ganz nah zu erleben, die Großstadtkinder sonst nie zu sehen bekommen würden: Kraniche und Seeadler, Goldammer und Eisvogel, Zauneidechsen und Kreuzkröten, Becherflechten und Glockenheide, Weinbergschnecken und Teichmolche, Biber und Rothirsche. Naturnah begleitet die Schüler in Hamburgs letzte Moore, in Heideflächen, in den Auenwald und an Teiche und Flussufer.


Der Klatschmohn wurde als Blume des Jahres 2017 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vorgestellt

Im Beisein der Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks wurde am 31.10.2016  in Berlin durch die Loki Schmidt Stiftung der Klatschmohn zur Blume des Jahres 2017 ernannt. Hans Ulrich Klose eröffnete die Pressekonferenz: Er war oft zu Besuch im Privathaus der Schmidts. „Wir hofften dann immer, dass Loki daheim wäre“, erinnerte sich der ehemalige Erste Bürgermeister Hamburgs und löste auf: „Dann ging Helmut milder mit uns um.“ An der ehemaligen Kanzlergattin habe er besonders die ausgeglichene, positive Art geschätzt, mit der sie ihre Aufgaben anging. Kloses Rede ist der Auftakt anlässlich der Benennung der Blume des Jahres 2017. Erstmalig in Berlin. Erstmalig im Bundesumweltministerium.

Danach tritt Axel Jahn ans Pult. Auch der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung erinnert zunächst an Deutschlands First Lady des Naturschutzes, wie sie die ZEIT einst liebevoll betitelte. Mit der Blume des Jahres wollte Loki Schmidt Aufmerksamkeit für ihr Thema erreichen: Den Schutz bedrohter heimischer Wildpflanzen und ihrer ebenfalls bedrohten Lebensräume. Zum 38. Mal kürte die Loki Schmidt Stiftung eine Blume: „Mit der Entscheidung möchten wir auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildblumen aufmerksam machen. Zudem wollen wir uns für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau einsetzen.“ In den intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten. Viele davon können heute als biologisches Erbe unserer Kulturgeschichte angesehen werden. Durch moderne Technik und Spritzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten fast alle Ackerwildpflanzen an den Rand des Aussterbens gedrängt. „Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden“, so Axel Jahn. Durch den Rückgang der Vielfalt im Ackerland sind vor allem auch Bestäuber wie beispielsweise Schmetterlinge und Bienen sehr stark bedroht. Andere Insekten und Spinnen, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und als Refugien nutzen, sind ebenfalls betroffen. Viele dieser Tierarten halten landwirtschaftlich bedeutende Schädlinge wie Blattläuse in Schach. Die Verarmung der Ackerlebensgemeinschaft ist also auch für die Landwirtschaft ein zunehmendes Problem.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, auf deren Einladung die Hamburger Loki-Schmidt-Stiftung zur Präsentation nach Berlin gereist war, nickt zustimmend zu den Worten von Axel Jahn. „Dem Klatschmohn geht es glücklicherweise gut. Dies gilt leider nicht für viele andere Ackerwildkräuter, mit denen er zusammen wächst und die sich seit vielen Jahrhunderten als Begleitvegetation der Nutzpflanzen auf den Ackerflächen entwickelt haben“, bestätigt sie die Entscheidung. Jede zweite Ackerwildkrautart stehe in mindestens einem Bundesland auf der jeweiligen Roten Liste, erklärte Hendricks weiter und wirbt auch für eine Stärkung der ökologischen Landwirtschaft. Sie lobt das Projekt „100 Äcker für die Vielfalt“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, sieht aber auch weiteren Handlungsbedarf bei der Fortschreibung der EU-Agrarförderung, in der Maßnahmen zum Schutz von Ackerwildpflanzen wirkungsvoller verankert werden sollten.  

Gäste, wie die TV-bekannten Botaniker Jürgen Feder oder Gartenbotschafter John Langley begleiten anschließend die Runde in den Garten des Bundesumweltministeriums. Gemeinsam säte man dort Klatschmohn für das kommende Jahr aus.

Von links: Wolfgang Prott, Susanne Schmidt, Axel Jahn und Christine Bethke; Foto: Klaus Bodig / Hamburger Abendblatt

Schmidts Urwald am Brahmsee geht an die Stiftung

Hamburg.  Das Grundstück von Helmut und Loki Schmidt neben ihrem Wochenendhaus am Brahmsee in Schleswig-Holstein geht an die Loki-Schmidt-Stiftung. Ihre Tochter Susanne Schmidt hat am Mittwoch in einem Hamburger Notariat die Übertragungsurkunde unterschrieben, teilte die Loki-Schmidt-Stiftung mit.

 "Das ist auch ein gewaltiger Vertrauensbeweis in die Arbeit der Loki-Schmidt-Stiftung, ihrer Unterstützer und Mitarbeiter", sagte Geschäftsführer Axel Jahn. "Es ist aber auch eine wichtige Naturfläche, die unsere deutschlandweit verteilten Stiftungsflächen fantastisch ergänzt."

Loki und Helmut Schmidt nannte die Naturfläche ihren "Urwald"

 1976 hatten die Schmidts das siebeneinhalb Hektar brachliegende Roggenfeld gekauft. Der Plan von Naturschützerin Loki Schmidt: Fortan sollte hier allein die Natur bestimmen, ohne Eingriff des Menschen. Parallel dokumentierte Loki Schmidt, die 2010 starb, den Wandel mit Aufzeichnungen, teilweise unterstützt durch Studenten der Universität Kiel.

Das Feld verschwand schnell, ein Wald begann sich zu entwickeln. Der ehemalige Bundeskanzler und die Naturschützerin sprachen von ihrem "Urwald", der am Brahmsee heranwuchs. "Es geht um Natur in ihrer ungeschönten Dynamik", sagte der Hamburger Biologe Hans-Helmut Poppendieck, der das Grundstück seit langem kennt.

Die Loki-Schmidt-Stiftung kauft, gestaltet und pflegt seit über 30 Jahren Grundstücke für den Naturschutz, damit selten gewordene Pflanzen und auch Tiere dort überleben können.

(dpa)

http://www.abendblatt.de/hamburg/article208275505/Helmut-Schmidts-Urwald-am-Brahmsee-geht-an-die-Stiftung.html

Foto: Loki Schmidt Stiftung

Sensation! Erstes Biberjungtier seit 200 Jahren

Die Loki Schmidt Stiftung entdeckt Hamburgs ersten Jungbiber seit 200 Jahren. „Er ist den Mitarbeitern der Loki Schmidt Stiftung in die Fotofalle gegangen“, sagte Umweltsenator Jens Kerstan in dieser Woche vor der Hamburger Presse. Immer wieder hatten die Biberbetreuer der Loki Schmidt Stiftung die Fotofallen überprüft und dabei Vögel, Rehe, Füchse und manchmal auch erwachsene Biber entdeckt.  

„Er“ ist der erste in Hamburg geborene und fotografierte Jungbiber und somit der letzte Beweis dafür, dass die großen Nager in der Hansestadt wieder zu Hause sind. Galten die Biber in Hamburg lange als ausgestorben, entdeckte Geschäftsführer Axel Jahn 2009 die erste Burg in der Elbmetropole. Die Biber waren von Osten her eingewandert. Acht Reviere gibt es inzwischen. Alle Biber werden seit Jahren von den Mitarbeitern der Stiftung im Projekt Biber dokumentiert. Schon lange warteten die die Projektleiter Paula Höpfner und Frederik Landwehr auf Biber-Nachwuchs. Aber es waren immer erwachsene, eingewanderte Tiere. Dann der Tag der alles änderte. Die Tierbildkamera hatte ausgelöst. Endlich ein junger Biber. Der erste in Hamburg nachweislich geborene seit über 200 Jahren. Ein toller Erfolg für das Projekt.

„Der Elbebiber ist in Hamburg eine seltene und stark gefährdete Art.“ Atlas der Säugetiere Hamburgs

Das Projekt Biber wird von der Loki Schmidt Stiftung zusammen mit der Behörde für Umwelt und Energie durchgeführt. Finanziell wird es unterstützt durch die Stiftung Lebensraum Elbe, die Umweltlotterie BINGO,  die Hanseatische Natur- und Umweltinitiative e.V. und die Michael Otto Stiftung.


Auf folgenden Webseiten ist das Biber-Junge bereits groß rausgekommen:

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburg-hat-Saeugetieratlas-und-Baby-Biber,saeugetieratlas100.html

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article157836514/Erstes-Biberbaby-seit-200-Jahren.html

http://www.bild.de/regional/hamburg/tierbabys/erste-biber-seit-200-jahren-entdeckt-47458238.bild.html

http://rtlnord.de/nachrichten/diese-tiere-haben-in-hamburg-ein-zuhause-gefunden.html

http://www.hamburg.sat1regional.de/dpa-news0/article/erster-jung-biber-in-hamburg-seit-200-jahren-gesichtet-211980.html

http://www.mopo.de/hamburg/riesen-sensation-das-ist-hamburgs-erstes-biber-baby---seit-200-jahren--24634480

http://www.abendblatt.de/hamburg/article208113097/Erster-Jung-Biber-in-Hamburg-seit-200-Jahren-gesichtet.html

http://www.kloenschnack.de/hamburg-umland/erstes-biber-junges-in-hamburg-seit-mehr-als-200-jahren/

http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/erstes-hamburger-biber-junge-seit-200-jahren-d34133.html

http://www.ksta.de/erster-jung-biber-in-hamburg-seit-200-jahren-gesichtet-24634944

Langer Tag der StadtNatur am 18./19. Juni!

Nur noch wenige Wochen bis zu Hamburgs größter und buntester Naturveranstaltung:

Am 18./19. Juni feiert Hamburg zum sechsten Mal mit dem Langen Tag der StadtNatur seine grünen Seiten!

Gemeinsam mit rund 60 Veranstaltern, Verbänden und Behörden lädt die Loki Schmidt Stiftung - Ausrichterin des Langen Tags - zu Ausflügen, Entdeckungstouren und Mitmach-aktionen ein.

Am 24. Mai wurde das Programm offiziell durch den Hamburger Umweltsenator Jens Kerstan vorgestellt, der auch Schirmherr dieser Veranstaltung ist.

"Der Lange Tag der StadtNatur ist die ideale Gelegenheit, verborgene grüne Schönheiten in unserer Stadt zu entdecken. Hamburg ist reich an Naturschätzen, die sich in unterschiedlichsten Lebensräumen finden und häufig nur ein paar S-Bahn-Stationen entfernt liegen", so der Umweltsenator bei der Präsentation des Programmheftes mit vielen Akteuren und Unterstützern des Langen Tags auf dem Balkon des Hamburger Rathauses.

Senator Kerstan mit Akteuren und Unterstützern des Langen Tags

Und Axel Jahn fügt hinzu: „Die Vielfalt der Anwesenden spiegelt die tolle Bandbreite unseres Programms. Ich danke allen Förderern und Akteuren und bin mir sicher, dass wirklich für jeden etwas dabei ist beim Langen Tag der StadtNatur 2016.“

Alle Informationen zum Programm des Langen Tages der StadtNatur am Wochenende 18./19. Juni finden sie auf der Webseite: www.tagderstadtnaturhamburg.de

Axel Jahn mit Helmut Schmidt (Foto:Christoph Siegert)

Trauer um Helmut Schmidt

Mit großer Trauer haben Mitarbeiter und Vorstand der Loki Schmidt Stiftung die Nachricht vom Tode Helmut Schmidts aufgenommen. Der Altkanzler hatte die Geschicke der Stiftung stets mit großem Interesse und großer Anteilnahme verfolgt.

Das Engagement Helmut Schmidts für die Loki Schmidt Stiftung fand auch darin seinen Ausdruck, dass er es der Stiftung 2015 erstmalig gestattete, mit seinem Foto und dem Zitat „Spenden Sie für den Naturschutz“ um Spenden zu werben.
 
 Der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, Axel Jahn: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch Helmut Schmidt, der seit langem als einer der angesehensten Deutschen gilt.“

Noch im Juni hatte Helmut Schmidt sich über das frisch erschienene Buch über die Blumen des Jahres gefreut, das auch Anlass für ein Gespräch zwischen dem Altkanzler und dem Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, Axel Jahn war.   

Finden Sie hier unsere Pressemitteilung als PDF, das hochauflösende Fotomotiv und weitere Bilder mit Helmut Schmidt (1, 2, 3, 4, 5, 6 - Fotos: www.christoph-siegert.com), einen ausführlicheren Pressetext sowie unsere Presseinformation zum Buch Die Blumen des Jahres und die Möglichkeit zur Bestellung über unsere Stiftung.

NaturEndecker - Kinder erleben die Jahreszeiten vor der Kita-Tür

Seit 1. Januar 2015 als UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt ausgezeichnet
Im NaturEndecker-Projekt nehmen Kindertagesstätten aus dem Hamburger Osten ein Jahr lang an Naturerlebnisführungen teil. Aus Sicht eines sympathischen Tieres, wie etwa dem Eichhörnchen, erleben sie die Jahreszeiten. Für den Durchgang 2015/16 sind ab August wieder Plätze für Vorschulgruppen frei!
Diese innovative Bildungsprojekt wurde vom Naturschutz-Informationshaus Boberger Niederung ins Leben gerufen und wird von der Bergedorfer Buhck-Stiftung gefördert. Hierbei gelingt es, die Kinder mit Naturphänomenen in Berührung zu bringen und ihnen durch spielerische und erlebnisorientierte Aktionen die Natur vor der eigenen (Kita-) Haustür nachhaltig aufzuzeigen und ein Bewusstsein für ihre biologische Vielfalt zu wecken. Damit ist das Projekt ein Beitrag zur Umweltbildung in der Großstadt und leistet einen wertvollen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Mehr zur Auszeichnung auf den Seiten der UN-Dekade.
Seit Juni 2012 zeichnet die Geschäftsstelle Der UN-Dekade wöchentlich von der Jury ausgewählte UN-Dekade-Projekte aus, die vorbildlich zur Erhaltung, Erforschung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt beitragen.

Das Projekt Biber der Loki Schmidt Stiftung in der Welt am Sonntag

Lesen Sie hier den Artikel 'Der Heimkehrer' in der WELT am SONNTAG vom 14.09.2014.

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